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friendticker, Facebook und das neue Places Feature – oder wie der Check-In populär wurde

Seit gestern Abend ist es offiziell: Facebook hat sein „Places“ Feature der Öffentlichkeit vorgestellt. Ähnlich wie bei anderen ortsbasierten Diensten (LBS) kann ein Nutzer den aktuellen Standort seinen Freunden und Bekannten durch einen „Check-in“ vom iPhone aus mitteilen. Dieser Check-in taucht auf einer speziellen Seite zu dem jeweiligen Ort auf und vermutlich auch im Live Stream der Freunde.

Laut Martin Weigert von netzwertig.com verfolgt Facebook Places somit drei Zwecke:

  • Teile deinen Freunden mit, wo du gerade bist
  • Wer ist in deiner Nähe
  • Was passiert in der unmittelbaren Umgebung

Diese Funktionen sind in dieser oder einer sehr ähnlichen Art und Weise in Foursquare und Gowalla, ebenso wie in den vielen Buddyfinder/ Friendfindern zu finden. Der große Unterschied: Facebook bietet aus dem Stand den nötigen Netzwerkeffekt – man findet tatsächlich schnell Freunde in der Umgebung. Wie Martin mit Augenzwinkern schreibt, wird es dann auch außerhalb Berlin Mitte eine entsprechende Anzahl an Nutzern auf LBS Services geben. Zudem wird die Facebook Places API es Dritt-Anbietern erlauben, Check-ins von Facebookt direkt für die eigenen Produkte zu nutzen. Facebook bleibt sich auch hier treu und hat mit Gowalla bereits zu Beginn des Services einen Anbieter aus dem ortsbasierten Markt integriert.

Was bedeutet dies für friendticker?

Zunächst erfüllt friendticker (www.friendticker.com) ein anderes Nutzerversprechen als die oben aufgeführten drei wesentlichen Zwecke von Facebook Places. Ein Check-in bei friendticker soll dem Nutzer einen realen Gegenwert bietet. Mit dieser Ansage sind wir im Mai diesen Jahres gestartet – und haben seitdem mit Aktionen, wie kostenlose Sonnenbrillen von Mister Spex für 10 Check-ins oder eine DVD von „A Serious Man“ für den Check-in an Gedenkstätten, durchaus spannende Mehrwerte für Nutzer auf die Plattform gebracht. Auch Gutscheine, wie beispielsweise der Zalando 20,- EUR Gutschein für 2 Check-ins bedeuten einen realen Wert pro Check-in. Diese „Missionen“ erlauben es Marken gezielt die Nutzer für ortsbasiertes Check-in Verhalten zu belohnen. Diese Belohnungen gelten pro Check-in/ User – man braucht dazu nicht einmal viele Freunde oder Netzwerkeffekte. Das Konzept ist tragkräftig für die Zukunft, v.a. wenn der Check-in erst einmal in der breiten Masse verstanden ist und genutzt wird. Hierbei wird uns Facebook sehr helfen.

Aus diesem Grund ist es für uns als Unternehmen eine große Chance, wenn Facebook ein solches Feature anbietet. Darüber hinaus sind wir in den letzten Zügen, um alle Facebook Places

Funktionen über friendticker anzusprechen. Im nächsten Release unserer

iPhone-App werden wir daher folgende Funktionen anbieten:

  • Für User von friendticker:
    • Der friendticker Check-in wird auch in den Facebook Places veröffentlicht – wer ist gerade vor Ort
    • Neue Locations die auf friendticker angelegt werden, werden auch auf Facebook angelegt
    • Ein Facebook Check-in gilt auch für Specials und Vorteile die auf friendticker verfügbar sind – also Gutscheine, Sonderdeals, etc.
  • Für Werbekunden von friendticker:
    • Wir erweitern die Reichweite von friendticker erheblich, indem Check-ins innerhalb der Facebook App auch für friendticker ITEMs gelten – dazu muss der Kunde sich nur einmalig verbinden.
    • Lokale Betreiber von Locations können Vorteile für loyale Kunden über friendticker einsteuern und anbieten.

friendticker verzeichnete in den letzten Wochen das größte Wachstum außerhalb der großen Städte in Deutschland (und damit auch außerhalb von Berlin Mitte). Ein Zeichen, dass wir uns weg von den Early Adoptern hin zu den Nutzern, die sich Mehrwerte verschaffen wollen, entwickeln. Produktseitig arbeiten wir wie wild an einer neuen App, die diese Vorteile einfacher und transparenter darstellt – ohne die sozialen Kommunikationsmöglichkeiten zu vernachlässigen. Auch hier hilft uns die Popularität von Facebook und die Möglichkeit des offenen Austausches mit Facebook unseren Nutzern mehr zu bieten als den reinen Check-in.

Zudem möchten wir in Zukunft auch mit deutschen Communities zusammenarbeiten um den Check-in und vor allem die Belohnungen für Check-ins einer breiten Nutzerschaft zu ermöglichen. Hierzu finden konkrete Gespräche statt, so dass auch Nutzer deutscher Communities sagen können a) „wo bin ich“ und b) „was bekomme ich für meinen Check-in“?

Von daher sind wir happy mit der Bewegung im Markt. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte und danken allen Usern und auch den Werbepartnern für die tollen Deals!

On a side note: Facebook hat übrigens auch 8 Monate an dem Places Feature gearbeitet – da sieht man doch wie komplex ortsbasierte Anwendungen wirklich sind J – friendticker wurde in 6 Monaten entwickelt.

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Info:
friendticker, Facebook und das neue Places Feature – oder wie der Check-In populär wurde ist Beitrag Nr. 906
Autor:
schug am 19/08/2010 um 13:07
Category:
Blog,friendticker
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